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Wichtige Bausteine der Pädagogik – Wie sich die moderne Pädagogik entwickelte

Autorenbild: IndigoIndigo


Im vorherigen Beitrag haben wir Ihnen einen Einblick dazu gegeben, wie es zur Entstehung der Pädagogik, beziehungsweise wie es zu einem ersten Umdenken in Umgang mit Kindern gekommen ist. Unsere Pädagogik, wie wir sie heute kennen steckt Ende des 18. Jahrhunderts aber noch in den Babyschuhen. Sie entwickelte sich erst gegen Mitte des 19. Jahrhunderts bis Mitte des 20. Jahrhunderts so richtig intensiv weiter und brauchte pädagogische Arbeitsansätze hervor, die bis heute bestand haben.


In diesem Beitrag, möchten wir Ihnen daher einige dieser Personen vorstellen, die unsere pädagogische Arbeit bis heute mit ihren Denkansätzen, ihrem Menschenbild und ihren Bildungstheorien prägen.


„Bei Erziehung muss man etwas aus dem Menschen herausbringen und nicht in ihn hinein“

Friedrich Fröbel (1782 -1852)


„Hilf mir es selbst zu tun“

Maria Montessori (1870 -1952)


„In Ehrfurcht aufnehmen, in Liebe erziehen, in Freiheit entlassen“

Rudolf Steiner (1861 – 1925)


„Der Geist ist keine Scheune, die man füllt, sondern eine Flamme, die man nährt“

Celestin Freinet (1896 – 1966)


„Spielen ist die Arbeit des Kindes. Es ist eine ernsthafte Beschäftigung, die sie zum Lernen und Wachsen brauchen“

Jean Piaget (1896 – 1980)

„Das Kind hat 100 Sprachen, (…). Von diesen 100 Sprachen raubt ihm die Gesellschaft 99(…)“

Loris Malagguzi (1920 – 1994)


Die vorausgegangenen Zitate gehören zu Männern und Frauen, die unser Bild vom Kind und unserem Umgang mit ihm heute maßgeblich mit beeinflusst haben. Die ausgewählten Zitate geben einen guten Einblick über das Bild vom Kind und den gedanklichen Arbeitsansatz, den die einzelnen Theorien verfolgen. Dabei haben wir uns bewusst für konkrete pädagogische Ansätze entschieden. Parallel zu diesen wurden im gleichen Zeitraum auch psychosozialen Entwicklungsmodelle geformt, wie nach Sigmund Freud (1856 - 1939) oder Erik Erikson (1902 – 1994), die uns eine ganz andere Sicht auf die Entwicklung des Menschen bieten.


Für uns sind heute jedoch maßgeblich die pädagogischen Ansätze relevant und finden sich in verschiedenen Ausführungen vor allem in der Kleinkinderziehung wieder. Wir haben heute zum Bespiel Montessori Kindergärten oder Walddorfkindergärten. Ab der Schulzeit etablieren sich immer mehr alternative Schulformen, die beispielsweise nach Reggio oder Freinet arbeiten. Auch im Alltag finden immer mehr pädagogische Ideen aus dieser Zeit ihre Umsetzung, in Form von kindgerechten Haushaltsgegenständen, Beteiligung an Entscheidungsprozessen oder angepassten Spielmaterialien, die die aktuellen Interessen und Themen von Kindern aufgreifen.


Kernstück all dieser Ansätze ist das Bild von Kind. Das Kind wird als Individuum mit eigenen Bedürfnissen gesehen. Seine Entwicklung und sein Spiel sind im Fokus und losgelöst von Erwachsenen Verhaltens- und Arbeitsweisen. Die Kindheit ist eine wichtige Lebensphase, die massiven Einfluss auf die Reifung und das Heranwachsen hat und maßgeblich den Weg, den ein Erwachsener später geht beeinflussen. Das Kind ist nicht mehr länger ein kleiner Erwachsener.


Mit der Veränderung der Sicht auf Kinder und dem Umgang mit ihnen hat sich noch eine weitere fundamentale Stellgröße in der Gesellschaft verändert. Die Rolle von Frauen und ihrer Aufgaben veränderte sich von einer Gemeinschafts– zu einer alleinigen Aufgabe. Die Definition einer guten Ehefrau und Mutter veränderte sich massiv und ist heute Bestandteil unseres Gesellschaftssystems.


Wie Sie sehen gab es zu dieser Zeit vieles was sich im Wandel befand. Kindheit, Erziehung, Bildung und Rollenbilder veränderten sich. Welche Ansätze die vorgestellten Persönlichkeiten im Einzelnen verfolgten und wie sich diese ganzheitlich auf die Gesellschaft aus



wirkten werden wir Ihnen in zukünftigen beitragen detaillierter vorstellen.


Wir möchten darauf hinweisen, dass wir immer von einer westlich geprägten und westlich gelebten Sichtweise auf Pädagogik sprechen und einem westlich gelebten Rollenmodell von Mann und Frau.

 
 
 

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